berührt werden - berührt sein

Irene Kepl M.A. ist diplomierte Shiatsu-Praktikerin, anerkannt beim ÖDS (Österreichischer Dachverband für Shiatsu), Violinistin und Komponistin, diplomierte Coach i.A.

- 2005-2010 Ausbildung zur Shiatsu-Praktikerin an der Naikido-Shiatsu Schule Wien und Linz.
- Von 2016-2017 Vorstandsmitglied im ÖDS als PraktikerInnenvertreterin.

- Praxis in Zen-Meditation, Moxa- und Schröpfkopfbehandlung.
- in Ausbildung zur diplomierten Coach seit März 2020 (
anerkannt durch die International Coaching Federation)

- weitere Fortbildungen in diesem und jenem. :-)
Stacks Image 14
Mein Weg begann als Kind mit einem Instrument - der Violine. Als Jugendliche begann ich zu studieren und hab eifrig Paganini, Mozart, Schostakowitsch und Bach geübt. Immer ging es um die Annäherung an Perfektion, Konzentration und Körperkontrolle zugunsten eines "Flows" der Musik. Ich habe es geliebt.
Als ich Morton Feldmans "piano and string quartet" zum ersten mal hörte war ich erschüttert. Denn das Erlebnis Musik fand hier jenseits von der Frage, ob es mir gefällt oder nicht statt. Das kannte ich bisher nicht. Es war ein Abenteuer, das mich immer tiefer eintauchen ließ und mich selbst zur Komponistin machte. Perfektion bekam eine andere, wesentlich lebendigere Ebene. Es waren damals und sind auch heute mehr die aufgeworfenen Fragen als die Antworten, die mich "aufhorchen" lassen.

Mit Anfang 20 bekam ich ein Nackenproblem und ich konnte nicht musizieren. Und so kam ich über Umwege zum Shiatsu, denn es half mir sehr. Mich hat die Philosophie dahinter sofort fasziniert, die ganze Theorie der TCM, die sofort direkt im eigenen Körper so unglaublich erfahrbar wurde, wo die Medizin keine Antwort hatte.


Bei der Überlegung eine Ausbildung zu machen hat mir an Shiatsu besonders gefallen, dass ich meinen eigenen Körper, meine eigene Wahrnehmung "schulen" muss, denn er ist hier schließlich mein "Instrument". Eng verknüpft mit Zen ist die Traditionelle Asiatische Medizin mit den 5 Elementen in ihren Zusammenhängen so beweglich, dass hier Menschen nicht in ein Raster eingeteilt werden, sondern stattdessen in Beziehung zum Leben und den verschiedenen Qualitäten davon verstanden werden. Diese Beziehungen zeigen sich dann im Körper und in unserem Denken, in Sehnsüchten und Herausforderungen, in Balance von Privatheit und Beruf, in Spannung und Entspannung und in Zufriedenheit. Gesundheit zeigt sich so als eigener, wunderbarer Kreislauf, in den wir eingebettet sind und dadurch auch zum Positiven beeinflussen können. Einfach großartig.


Nachdem ich mit der Musik zuerst viel gereist bin hatte ich eine Krise, die mich zurück zum Shiatsu brachte, denn ich war lange überall und nirgends zuhause. Dann fing ich an, meine direkte Wohnumgebung in Wien zu erkunden und habe hier auch meine innere Heimat gefunden. Es ist schön, dass mit dieser neu gewonnenen Ruhe und Gelassenheit auch Klient*innen den Weg in meine Praxis gefunden haben.


Shiatsu ist ein Erfahren von Leben jenseits von Worten und einem Tun-müssen und ich bin dankbar, dass mir Menschen auf Ihrem Weg so viel Vertrauen entgegenbringen, sodass ich sie ein Stück weit begleiten darf.